Bücherei Scherpenberg

Öffentliche Bücherei


 

Die Geschichten unserer Gewinner
des Schreibwettbewerbes 2020

 


Die Geschichte  von Lea Marie Hülsbusch


Das verlorene Buch Von Lea Marie Hülsbusch


Maia wacht am frühen Morgen erschrocken auf. Sie hat etwas vergessen, weiß aber im ersten Moment nicht, was es ist. Dann fällt es ihr ein, sie hatte sich gestern in der Burgstraße ein neues Buch gekauft, auf welches sie lange gespart hatte. Danach war sie direkt nebenan in das Lieblingscafé ihrer Tante gegangen, um dort einen Gutschein zu kaufen, denn ihre Tante hat bald Geburtstag. Da ihre Tasche zu klein war, hatte sie das Buch auf einen Tisch abgelegt, um den Gutschein zu bezahlen und dann dort vergessen.


Glücklicherweise sind schon Ferien und so kann sie sich schon früh auf ihr Rad schwingen und in die Stadt fahren. Um 9:30 Uhr ist sie am Café und die Besitzerin begrüßt sie freundlich. Leider muss sie zu ihrem Bedauern sagen, dass sie kein Buch gesehen hat. Sie bietet Maia an, einen Zettel in ihr Schaufenster zu hängen und reicht Maia ein Blatt Papier und einen Stift. Maia schreibt eine Suchanzeige auf das Blatt und schreibt ihre Handynummer dazu. Kurz darauf bedankt sie sich und verlässt das Café Richtung Kastellplatz. Sie geht an diesem vorbei auf die Kirche zu und lässt sich gegenüber dem Peschkenhaus frustriert auf der Mauer nieder. Plötzlich klingelt ihr Handy und ein mysteriöser Anruf reißt sie aus ihren Gedanken.....


 „Ja!? Ja?!" Maia kann schon gar nicht mehr mit ihrem Namen antworten, weil sie so sehr hofft, dass ihr Buch gefunden wurde. Doch aus dem Telefon dringt nur eine ihr wohl bekannte Stimme: „Maia, wo hast du denn so lange gesteckt?!" An ihrer Stimme kann man hören, dass die Anruferin sehr besorgt ist. Stille.


 „Mama!..." „Nichts da, Maia, du kommst jetzt sofort nach Hause!" Widerwillig macht Maia sich auf den Weg nach Hause. Mit einem Mal hört sie zwei ihrer Schulkameraden, die über ein sehr wertvolles gestohlenes Buch sprechen. Maia wird plötzlich klar, dass ihr Buch wahrscheinlich gestohlen und nicht gefunden wurde, um es dem Besitzer zurück zu geben. Sie folgt den beiden bis auf eine Straße, die recht menschenleer ist. An einem Kiosk hängt die Tageszeitung, die Maia direkt ins Auge fällt. Dick und fett gedruckt ist die Überschrift: MOERS - IN DER SCHERPENBERGER BIBLIOTHEK WURDE EINGEBROCHEN. WERTVOLLSTES BUCH GESTOHLEN!


 „Oha, es ging also gar nicht um mein Buch. Nun, da ich diesen Gangstern eh auf der Spur bin, will ich versuchen, dass wenigstens dieses Buch sein rechtmäßiger Besitzer zurück bekommt! Ich schnappe mir diese Verbrecher!" Maia hat in diesem Moment völlig vergessen, dass ihre Mutter gesagt hatte, sie solle sofort nach Hause kommen. Stattdessen macht sie sich auf den Weg zur Scherpenberger Bibliothek. Als Maia an der Bibliothek ankommt, steht die Eingangstür sperrangelweit auf. Sie betritt die Bibliothek. Vor dem Raum mit den teuren, antiken Werken sieht sie einige Polizisten, die diesen Bereich absperren und die aufgeregte Bibliothekarin beruhigen. Der Mut verlässt Maia, als sie all die Uniformen sieht. Und eigentlich ist sie ja auch gar keine Detektivin. Was hat sie sich nur dabei gedacht?! Maia dreht sich um und will sich auf den Weg zum Haupteingang machen, als sie innehält. Zwei zwielichtige Männer huschen unbemerkt zur Tür hinaus. Unbemerkt? Nein, Maia zögert nicht lange und läuft instinktiv hinter den dubiosen Gestalten hinterher. 


Einer der beiden Halunken erinnert Maia an die Lieblingsfigur von ihrem Bruder aus der Serie Ninjago. Wegen seiner struppigen braunen Haare sieht er aus wie der Feuerninja Kai, nur in böse. Sein Kumpel trägt eine auffällig rot-blaue Cappy. Der Typ hätte fast als Schüler durchgehen können, wären da nicht die vielen Bartstoppeln, die sich wild überall auf seinem Kinn verteilen. 


Ob das die Diebe sind? Kann es sein, dass sie sich die ganze Zeit weiterhin in der Bibliothek aufgehalten haben? Wie dreist!, denkt sich Maia und fasst neuen Mut. Die heimliche Verfolgung fällt ihr nicht sonderlich schwer, da die mutmaßlichen Diebe sich wohl in Sicherheit wägen. Erst im Moerser Stadtpark halten die beiden Typen an und Maia versteckt sich blitzschnell hinter einem Busch. „Was wollen diese beiden Fieslinge denn bei der alten Eiche?!", rätselt Maia. Sie blickt sich um - kein Mensch zu sehen. Langsam wird der jungen Detektivin mulmig. Sie greift zum Handy und wählt.... 


Da blickt der eine Kerl plötzlich in ihre Richtung. Auweia, hat er mich entdeckt? Maia lugt vorsichtig durch die Blätter hindurch. Puh, er dreht sich wieder zur Eiche um. Maias Herz bebt vor Aufregung. Als der Dieb sich sicher ist, vollkommen unbeobachtet zu sein, drückt er auf eine Stelle im Ast. Knirsch. Knarks. Der alte Baum krächtz und er scheint sich zu bewegen. Maia traut ihren Augen kaum. In die Luke, die jetzt zum Vorschein kommt, legt einer der beiden etwas hinein. Maia kann kaum erkennen, ob es sich um das gestohlene Buch handelt. Der zweite Schurke versperrt ihr die Sicht. 


Ihre Anspannung wächst mit jeder Sekunde, unruhig rutscht sie auf ihren Beinen hin und her. Doch der Kerl gibt die Sicht auf das Versteck nicht frei. „Ich hab's dir doch gesagt, Floko. Das ist das perfekte Versteck, niemand wird das Buch hier finden!", lacht der Dieb. „Musst du so brüllen, Marius. Da kannst du ja gleich die Bullen rufen!", knallt ihm der andere Dieb um die Ohren.In diesem Augenblick ertönen von allen Seiten Sirenen und lauter Polizisten kreisen die beiden ein. Maia muss vor Erleicherung so laut ausatmen, dass zwei junge Polizisten auf sie aufmerksam werden, während die anderen die beiden Diebe festnehmen.


„Hey, bist du Maia?", fragt die junge brünette Polizistin freundlich. Die Anspannung fällt von Maia ab. „Ja, d-das bin ich.", stottert sie leise. Lachend erwidert der andere Polizist: „Na, dann haben wir die Festnahme wohl dir zu verdanken! Wirklich mutig, diese beiden Verbrecher zu verfolgen und uns auch noch Bescheid zu geben! Wir haben wohl einen Moerser Sherlock Holmes, wie?" Die Polizistin streckt Maia die Hand hin: „Komm, wir schauen mal, ob sie die Beute bei sich haben." Sofort platzt es aus Maia heraus: „Ja, haben sie, wir müssen nur auf einen bestimmten Ast an der Eiche... Ach, ich zeige es euch..." Maia ergreift die Hand der Polizistin und zieht sie ungeduldig zur Eiche. Und tatsächlich: Das gestohlene Buch erscheint vor ihren Augen.


Alle umstehenden Polizisten applaudieren der kleinen Verbrecherjägerin. Maia läuft rot an und ihr ganzer Körper beginnt zu kribbeln. Nachdem die nette Polizistin ihre Kontaktdaten aufgenommen hat, fragt sie Maia, ob sie im Polizeiauto nach Hause gebracht werden möchte. Maia klatscht sich gegen die Stirn: „Nach Hause! Das habe ich in der Aufregeung völlig vergessen. Auweia, das gibt mindestens 100 Jahre Hausarrest!".... „Äh, nein, vielen Dank, ich habe mein Rad an der Bibliothek stehen. Euch noch ein fröhliches Einbuchten!", ruft Maia freudig und saust winkend davon.... 


Zu Hause angekommen, stürmt Maia völlig erschöpft zur Tür rein und wetzt schnurstracks in die Küche. „Da bist du ja endlich! Wo hast du so lange gesteckt, junges Fräulein?", dröhnt es leicht tadelnd aus Mamas Mund. Schuldbewusst stammelt Maia: „Sorry, Mama, aber du wirst nicht glauben, was mir alles passiert ist. Also, alles hat damit angefangen, dass ich mein Buch verloren habe...." In diesem Moment hört sie leises Gekichere aus dem Wohnzimmer. Schnell sieht sie nach. Niemand zu sehen. Schnell rennt sie in ihr Zimmer, dem weiter anhaltenden Gekichere hinterher. Die Decke! Wütend schlägt sie ihre Bettdecke zurück. Maias Bruder liegt immer noch kichernd auf ihrem Bett. „Tim, was gibt es hier zu Lachen?!", schreit Maia wutentbrannt. „Äh, ich habe mir selber einen Witz erzählt, willst du ihn hören?!", entgegnet Tim stichelnd. „Ja genau, darum hast du dich ja auch vor mir versteckt!", patzt Maia. 


Da erblickt Maia eine Buchecke unter ihrem Kopfkissen. Blitzschnell greift sie danach: „Und was ist das hier?!", ruft sie wütend und zieht ein Buch unter dem Kissen hervor. Jetzt wird auch Tim wütend und brüllt: „Das ist meins, gib das wieder her!" Als Maia sich das Buch genauer ansieht, traut sie ihren Augen kaum: Es ist ihr verloren geglaubtes Buch. „Hey, das ist doch mein Buch. Ich dachte, ich hätte es verloren, wo hast du das her, du kleine Kröte?!" 


„Ich, ich habe mich mit ins Café geschmuggelt. Ich habe nach einer Gelegenheit gesucht, dir eins auszuwischen und mich für den Apfelkuchenvorfall vorgestern zu rächen!", stammelt Tim trotzig. „Aha, hätte mir auch gleich auffallen können." Maias Gesicht wird freundlicher: „Schön, dass du es zugibst. Hauptsache mein Buch ist wieder da!", trällert sie erleichtert. 


Zusammen laufen die Geschwister wieder nach unten, wo Mama schon auf sie wartet. Maia kann es nicht erwarten und plappert sofort los: „Mama, ich habe es wieder! Mein Buch ist wieder da! Ich dachte, ich hätte es verloren..." „Wo war es denn?", fragt Mama daraufhin neugierig. „Na, Tim hatte es. Er hat sich gestern mit ins Café geschmuggelt..." „...Und Maia hat das Buch auf den Tisch gelegt. Da habe ich es mir geschnappt.", beendet Tim die Geschichte. Mama beginnt zu lachen: „Na, ihr seid mir ja zwei Chaoten. Schön, dass es für euch so gut ausgegangen ist... Aber Maia, hast du nicht noch etwas vergessen bei deiner Geschichte?!" Maia bleibt stocksteif stehen. Oha, jetzt kommt es, ich hätte eher zu Hause sein sollen und jetzt gibt es Hausarrest bis zum Sankt-Nimmerleinstag. Sie setzt zu einem letzten Versuch an: „Ich ha-habe doch alles erzählt, was meinst du?" 


Nach einer endlos andauernden Weile fängt Mamas Gesicht an zu grinsen: „Tja, und warum ruft dann die Polizei bei mir an, junge Dame?!" Maia wird kreidebleich, ihr gesamtes Blut sammelt sich im dicken Zeh. Bevor sie jedoch etwas sagen kann fährt Mama fort: „Du hast offenbar zwei der meist gesuchten Diebe in Moers geschnappt. Wir sollen deinen Finderlohn gleich abholen..." Mama schnappt sich ihre Tochter, drückt sie fest an sich und flüstert ihr ins Ohr: „Ich bin stolz auf dich!" Maias erschrockenes Gesicht verwandelt sich in ein Lächeln. Ein riesiger Stein fällt ihr vom Herzen und sie umarmt glücklich ihre Mama. Langsam realisiert Maia, dass sie tatsächlich ein wertvolles Buch finden und die Diebe hinter Gitter bringen konnte. An einen Finderlohn hatte sie bisher gar nicht gedacht. 


Tim unterbricht ihre Gedanken und tanzt hüpfend um sie herum: „Finderlohn, Finderlohn." Strahlend sagt Maia: „Jap, und ich weiß auch schon genau, was ich damit mache..." „Ja? Was denn?", fragt Tim ungeduldig: „Ins Legoland fahren? Spielzeug kaufen? Ganz viel Lego?" „Nein, Timmy, ich werde mir von dem Finderlohn für das gestohlene Buch natürlich etwas Besonderes kaufen..." „Nun sag schon.", jetzt wird sogar Mama neugierig. „Na, ein Buch natürlich!", lachend fügt sie hinzu: „Ich habe von einem sehr spannenden Buch gehört. Es heißt Das verlorene Buch." Jetzt müssen alle drei lachen... 


- Ende -


Die Geschichte  von Rosa Operkal

Das Mysteriöse Buch Bella wacht am frühen Morgen erschrocken auf. Sie hat etwas vergessen, weiß aber im ersten Moment nicht, was es ist. Dann fällt es ihr ein, sie hatte sich gestern in der Burgstraße ein neues Buch gekauft, auf welches sie lange gespart hatte. Danach war sie direkt nebenan in das Lieblingscafé ihrer Tante gegangen, um dort einen Gutschein zu kaufen, denn ihre Tante hat bald Geburtstag. Da ihre Tasche zu klein war, hatte sie das Buch auf einen Tisch abgelegt, um den Gutschein zu bezahlen und dann dort vergessen. 


Glücklicherweise sind schon Ferien und so kann sie sich schon früh auf ihr Rad schwingen und in die Stadt fahren. Um 9:30 Uhr ist sie am Café und die Besitzerin begrüßt sie freundlich. Leider muss diese zu ihrem Bedauern sagen, dass sie kein Buch gesehen hat. Sie bietet Bella an einen Zettel in ihr Schaufenster zu hängen und reicht Bella ein Blatt Papier und einen Stift. Bella schreibt eine Suchanzeige auf das Blatt und schreibt ihre Handynummer dazu. Kurz darauf bedankt sie sich und verlässt das Café Richtung Kastellplatz. Sie geht an diesem vorbei auf die Kirche zu und lässt sich gegenüber dem Peschkenhaus frustriert auf der Mauer nieder. Plötzlich klingelt ihr Handy und ein mysteriöser Anruf reißt sie aus ihren Gedanken. „Hallo“, sagt Bella verwundert ins Telefon. Eine unbekannte Stimme antwortet: „Ich glaube ich habe dein Buch gefunden sollen wir uns in einer viertel Stunde vor dem Café treffen?“ Bella ruft überglücklich: „Auf jeden fall! Danke schön!“, in das Telefon und fährt mit dem Rad zurück zum Café. Nach 5 Minuten ist sie da und wartet sehen süchtig auf den mysteriösen Anrufer. Als dieser nach einiger Zeit erscheint kommt Bella ein Gedanke: „Den kenn ich doch irgendwo her“´, und dann fällt es ihr ein! „Ach, hallo Herr Bürgermeister!“ ruft sie dem Mann zu. Der Bürgermeister darauf freundlich: „Hallo, Bella! Hier ist dein Buch.“ Nach diesen Worten verschwindet er wieder. Doch was Bella nun in der Hand hält ist nicht ihr Buch, es ist ein altes und sehr dickes Buch, nicht so schön und neu wie ihres. Sie blättert das Buch durch und sie bemerkt das alle Städte der Welt mit Bildern und komischen Knöpfen die vielen Seiten schmücken. Sie überlegt was die Knöpfe wohl bedeuten könnten und probiert den Knopf auf der Seite von Berlin aus. Plötzlich wird sie durch ein Portal gezogen und sie findet sich am Brandenburger Tor wieder. Zuerst ist sie verwirrt, doch dann versteht sie schnell. Das Buch teleportiert sie in die Städte, die sie will. Bella sieht sich um und sieht ein Restaurant. Da spürt Bella welchen Hunger sie hat und geht hin. Zum Glück hat sie ihren Geldbeutel dabei. Sie isst auf die typische Berliner Art. Zuerst eine Bulette und zum Nachtisch Pfannekuchen, wobei sie feststellt das die Pfannekuchen nichts anderes als Berliner sind. Als nächstes will sie noch andere Städte erkunden, also nimmt sie sich ihr Buch und schlägt es auf. Sie sieht viele interessante Städte, doch erstmal muss sie sich für eine entscheiden. Nach langen Überlegungen entscheidet sie sich für Paris. Sie sucht die Stadt raus und drückt auf den Knopf. Nun findet Bella sich am Eifelturm wieder. Sie sieht sich um und findet es wunderschön. Sie bemerkt nicht einmal das ihr Handy klingelte. Bella kann nicht wiederstehen und kaufte einen kleinen Magneten vom Eifelturm. Sie läuft noch ein bisschen durch die Gassen als ihr ein Junge in ihrem Alter auffällt. Er trägt ein ähnliches Buch wie sie und sieht nicht aus wie ein Pariser. Bella geht entschlossen zum Jungen hin und spricht ihn an: „Hallo, wie heißt du?“, fragt sie ihn. „Tim“, antwortet der Junge. „Was ist das für ein Buch?“, fragt Bella unauffällig. Tim antwortet ratlos: „Ich weiß es nicht, aber wie ich sehe hast du auch so eins. Wo warst du denn schon überall? Weißt du was es mit diesem Buch auf sich hat?“ „Nein leider nicht“, sagt Bella etwas endtäuscht, „Ich war schon in Berlin und jetzt in Paris. Und du?“ Daraufhin Tim: „Ich bin gerade das erste Mal unterwegs. Wollen wir zusammen weiterreisen?“ „Gerne! Woher kommst du eigentlich?“ meint Bella. Tim antwortet: „Aus Duisburg. Und du?“ „Ich komme aus Moers.“, sagt Bella. Sie entscheiden sich als nächstes nach Pisa zu reisen. So landen sie etwas später neben dem schiefen Turm von Pisa. Sie laufen durch die Gassen und bewundern die Stadt. Tim und Bella verstehen sich sehr gut und reden sehr viel miteinander. Bella erzählt auch von dem Buch und dem seltsamen Bürgermeister. Die Kinder überlegen gerade, wo sie jetzt hin wollen, als Bellas Handy erneut klingelt. Bella geht ran und eine bekannte Stimme kommt ihr entgegen. Es ist ihre Mutter. Kurz darauf klingelt auch Tims Handy und es ist ebenfalls seine Mutter. Die Eltern der beiden machen sich Sorgen und fragten sich, wo sie seien. Tim und Bella werfen sich einen Blick zu und verstehen. Sie mussten schnell zurück. Dahin wo alles begann. Sie sagen ihren Eltern den Ort, wo sie herkamen, tauschten noch schnell Nummern aus und dann nehmen sie Ihre Bücher und suchen die eigene Stadt raus. „Bis bald“ sagen sie sich gegenseitig und drücken die Knöpfe. So landen sie beide wieder an den Orten, wo alles angefangen hat. Doch etwas war anders. Auf einmal sieht Bella etwas auf dem Boden liegen. Es ist ihr gesuchtes Buch. Außerdem steht die Sonne jetzt nicht mehr oben am Himmel, sondern geht am Horizont unter. Bella fährt mit ihrem Fahrrad nach Hause, wobei man die vielen Souvenirs in ihrer Tasche klimpern hört. Am selben Abend, als sie alleine in ihrem Zimmer sitzt Telefonierte sie noch mit Tim und die beiden besprechen sich, dass dies ihr Geheimnis bleiben wird. 


Bella und Tim reisen nun fast jeden Tag der Sommerferien durch die Welt und erkunden viele Städte. Inzwischen nehmen Sie auch mal eine Kamera mit und schießen viele schöne Fotos. Tim und Bella wurden die besten Freunde und treffen sich auch mal, wenn sie gerade nicht reisen. Tim darf sogar mit auf den Geburtstag von Bellas Tante. Diese freut sich riesig über den Gutschein von ihrem Lieblingscafé. Auch der Bürgermeister ist bei der Feier dabei und feiert ausgelassen mit.

 Von: Rosa Operkal

Die Geschichte  von Lea Eda Ucak

Sophia auf Reisen

Sophia wacht am frühen Morgen erschrocken auf. Sie hat etwas vergessen, weiß aber im ersten Moment nicht, was es ist. Dann fällt es ihr ein, sie hatte sich gestern in der Burgstraße ein neues Buch gekauft, auf welches sie lange gespart hatte. Danach war sie direkt nebenan in das Lieblingscafé ihrer Tante gegangen, um dort einen Gutschein zu kaufen, denn ihre Tante hat bald Geburtstag. Da ihre Tasche zu klein war, hatte sie das Buch auf einen Tisch abgelegt um den Gutschein zu bezahlen und dann dort vergessen. Glücklicherweise sind schon Ferien und so kann sie sich schon früh auf ihr Rad schwingen und in die Stadt fahren. Um 9:30 Uhr ist sie am Café und die Besitzerin begrüßt sie freundlich. Leider muss diese zu ihrem Bedauern sagen, dass sie kein Buch gesehen hat. Sie bietet Sophia an einen Zettel in ihr Schaufenster zu hängen und reicht Sophia ein Blatt Papier und einen Stift. Sophia schreibt eine Suchanzeige auf das Blatt und schreibt ihre Handynummer dazu. Kurz darauf bedankt sie sich und verlässt das Café Richtung Kastellplatz. Sie geht an diesem vorbei auf die Kirche zu und lässt sich gegenüber dem Peschkenhaus frustriert auf der Mauer nieder. Plötzlich klingelt ihr Handy und ein mysteriöser Anruf reißt sie aus ihren Gedanken..... 


Jemand hat wegen dem Buch angerufen und sagt, er wäre ein Mitarbeiter und hätte es in dem Café im Vorratskammer gefunden! 


Sophia weiß nicht so recht und fragt: „Sind sie sich sicher?“, aber sie ist so glücklich, dass sie gar nicht glauben kann, dass es das falsche Buch sein könnte. Also sagt sie aufgeregt: „Also wann und wo treffen wir uns?“ Der Mitarbeiter sagt: „Morgen ist zwar Sonntag, aber das Café hat an diesem Tag geöffnet, weil wir feiern. Morgen ist das neunte Jahr vom Café…“


„Ok, dann treffen wir uns dort!“ sagt Sophia. Als sie am nächsten Tag dort ankommt, sieht sie, dass das Café leer ist. Oh, der Mitarbeiter ruft an und sagt, dass sie sich vor dem Fotoladen treffen sollen. Dann läuft sie dorthin und findet niemanden außer joggende und Gassi-gehende Menschen. Danach soll sie in die Blumenstr.7, ins Trampolinpark am Ende der Blumenstr., und die Kecherstr.43 laufen. Nirgendwo ist aber niemand zu finden. Langsam wird ihr klar, dass dieser Mann ein Betrüger ist! Schnell läuft sie zu ihrer Mutter und erzählt alles was geschah. Die Mutter ruft sofort die Polizei an. 


Genau danach klingelt es an der Tür und ein Mann steht vor der Tür mit dem Buch. „Hallo!“, sagt er, „Hier ist dein Buch kleines Mädchen.“ Sophia bedankt sich und fragt, wo er das Buch gefunden hat? „Das war auf der Kasse, unter der Süßigkeiten-Box!“ „Wie gelangte es denn dorthin?“ fragte Sophia, „Aber egal…“


 Sophia und ihre Mutter laden ihn zu einem Kaffee ein. Natürlich hat Sophia mit dem Buch angefangen.


 Die Ferien sind nun vorbei und Sophia hat das Buch zu Ende gelesen. Sie erzählt ihren Freunden alles, was sie über die Geschichte weiß: „Maja geht alleine heimlich in die Stadt, schleichend und rollend über den Boden, wie ein Dieb… Ich fand die Geschichte voll komisch und ich glaube, mir gefällt die Geschichte nicht. Richtig komisch die Geschichte! Jetzt finde ich es doof, dass ich so lange dafür gespart habe!!“ Die Freunde gucken sich gegenseitig komisch an und Sophia will wissen wieso. Also fragt sie: „Wieso guckt ihr euch alle so komisch an!?“ Auf einmal fangen alle die ganze Zeit an zu sagen: „Hä? Das stimmt doch gar nicht! Das ist doch alles gar nicht wahr! Hä? Ehm, ok…!“ 


Als Sophia zu Hause ankommt, bemerkt ihre Mutter, dass etwas nicht stimmt. „Hey, was ist los? Du kannst es mir erzählen, was ist passiert? Du hast doch jetzt das Buch. Was ist denn der Grund traurig zu sein?“ Sophia ist erst still und dann fängt sie auf einmal an zu erzählen: „Ich habe das falsche Buch gekriegt. Alle Freunde von mir haben das Buch auch und sagen, dass es voll cool ist! Ich bin die Einzige, wo das nicht so ist. Bei mir stehen ganz andere Sachen drin! Das ist so schade und ich fühle mich ausgeschlossen von denen! Die Mutter sagt: „Merkwürdig, dass bei den Anderen ganz andere Sachen stehen... Ich rufe mal wieder die Polizei an, vielleicht haben die ja auch etwas herausgefunden. Und dann kann ich nun auch Bescheid sagen, dass das Buch gefälscht ist.“


 „Hallo Kommissar, haben sie Neuigkeiten für uns?“ Der Kommissar sagt: „Es gibt mehrere Betrüger in einem Team!“


 „Ok, das habe wir auch rausgefunden!“ sagt die Mutter. „Also, wie haben sie das rausgefunden? fragt die Mutter.


„Wir haben es herausgefunden, indem wir die Fingerabdrücke von den Detektiven bekommen haben und wir haben recherchiert. Und wie haben sie das rausgefunden?“ fragt der Kommissar.


„Wir haben erfahren, dass die Geschichte im Buch gar nicht stimmt!“ 


„Ok, damit ist unser Gespräch beendet! Ich wiederhole, das Gespräch ist beendet!“ Der Kommissar bespricht alles mit seinen Kollegen. Sie drucken alles, was sie bisher wissen und speichern es auf dem Computer, um weitere Informationen aufzuschreiben. 


Nach einem Jahr recherchieren sie weiter und haben schon viele Infos, wie zum Beispiel, dass die Betrüger unzählig viele Sachen und allesmögliche gestohlen haben. 


Der Kommissar musste an einem Tag am Flughaften an der Sicherheitskontrolle Wache halten. Als erstes hat er die die ausgedruckten Infos abgecheckt, 2-Mal. Er hat sie auch mit, um Beweise sicher zu stellen. Als er dort ankommt, kam als erste eine junge hübsche Dame mit einer kleinen Reisetasche und zwei riesen Koffern, für sich selbst. Sie reist nämlich für 2 Jahre nach Italien, um dort zu üben, wie man richtig in einem Café arbeitet. 


Nun wird angefangen alles zu scannen. Herr Kommissar sieht es direkt, ein Buch. Er bittet um Verzeihung und sagt: „Gucken sie hier, das Buch ist nicht mehr erhältlich und ist nicht mehr zu kaufen! Und es ist noch blitz blank! Ich glaube, ich muss das Buch nach Fingerabdrücken abchecken und ihnen ein paar Fragen stellen.“ Die Dame erzählt alles ehrlich und beantwortet die Fragen höflich und gerne. Sie hatte in dem Lieblingscafé ihrer Tante gearbeitet und hatte es auf dem Tisch gefunden. Da sie sich dieses Buch auch schon immer gewünscht hatte, dachte sie, jemand hatte ihr eine Überraschung gemacht und nahm es. Am Ende wurden alle Beweise aufgedeckt. Sophia bekam das richtige Buch und war so glücklich und hat nicht mehr daran gezweifelt, dass es das falsche Buch ist. 


Die Diebe wurden mit einem gefälschten Pass ertappt und festgenommen. 


Von nun an fühlt sich Sophia nicht mehr ausgeschlossen und kann wieder friedlich mit ihren Freunden spielen und sie kann alles erzählen, welche komische Sachen in der Zeit alles passiert ist und wie verzweifelt sie war.

Die Dame hat auch den Job nach 2 Jahren gekriegt und alles ist fröhlich. 

Ende